Liebe Kinder der Klasse 6 b an der RS Poing,

vielen lieben Dank für eure Briefe und die zahlreichen Ideen bzw. Vorschläge für den nächsten Band. Dazu muss ich euch sagen, dass der dritte Band fertig ist und das Manuskript sich bereits beim Verlag befindet. Es ist geplant, dass Max Nr. 3 im Herbst auf den Markt kommt. Und, ob ihr es glaubt oder nicht, es sind tatsächlich einige eurer Ideen bzw. Vorschläge in irgendeiner Form enthalten.
Stephanskirchen bekommt z. B. einen Fußballplatz. Das Eröffnungsspiel wird chaotisch und das Einweihungsfest werden die Stephanskirchener ein Leben lang nicht vergessen.
Max macht eine Reise. Er fährt mit Wuzi nach Berlin und bringt ihm dort bei, wie man mit einer Rolltreppe fährt. Mit vier Beinen ist das nicht so einfach, wie ihr euch vorstellen könnt.
Es gibt zwar kein Schullandheim, aber dafür ein Skilager in Zell am See. Und weil niemand von den Lehrkräften der Ameranger Grundschule Skifahren kann, muss sich der Dieplinger eine andere Begleitung suchen. Was glaubt ihr, wer mitfährt? Es wird eine aufregende Woche in Zell. Das dürft ihr mir glauben. Mehr will ich jetzt allerdings nicht verraten.
Eure übrigen Vorschläge und Ideen werde ich mir für einen evtl. 4. Band notieren. Aber jetzt will ich noch eure Fragenbeantworten:

Hat Max noch einen Bruder?
Nein, nur seine Schwester Kati.

Wann kommt Max in die Schule?
„Obacht Max, Vogelwilde Schulgeschichten und andere Katastrophen“ heißt das Buch, in welchem Max in die Schule kommt. Dieser zweite Band ist 2020 im September erschienen. Das bedeutet, dass Max inzwischen bereits in der 2. Klasse ist.

Gibt es den Pfarrer Neuhauser wirklich?
Ja, selbstverständlich!

Wie viele Bücher möchten Sie noch über Max schreiben?
Keine Ahnung! Also wie schon gesagt, Band 3 ist fertig, und ich hab schon wieder einige Geschichten für einen evtl. 4. Band. Aber da kann man noch nichts sagen. Ich schreib einfach so lange, bis mir nichts mehr einfällt. Und wann das der Fall sein wird, weiß ich nicht. Außerdem hat auch der Verlag noch ein Wörtchen mitzureden.

Wie lange dauert es, bis so ein Buch fertig ist?
Für einen Maxband brauch ich ungefähr ein Jahr. Beim ersten Band „Max zefix“ hat es etwas länger gedauert.

Woher haben Sie die Ideen für die vielen lustigen Geschichten?
Da weiß ich eigentlich nicht so recht, was ich antworten soll. Manchmal passiert was oder jemand erzählt was. Das kann unter Umständen ganz unbedeutend sein. Aber da lässt sich manchmal trotzdem eine Geschichte draus machen. Man muss nur ordentlich übertreiben und ein bisschen was dazu erfinden.

Ich nenn euch ein paar Beispiele:
Der Sohn meiner Nichte ist mit dem neuen BMW seiner Eltern die Keller-Außentreppe runtergefahren. Das war zwar nicht lustig, aber ich fand, dass man daraus eine nette Geschichte machen könnte. Natürlich hab ich noch einiges dazu gedichtet, z. B. der Ärger mit Kati und Tina im Gartenhaus oder die Hupf und die Haferkorn. Als Autor darf man das. Schließlich muss es ja kein Bericht werden.

Ein Bekannter hat mal so wie der Opa die Fähre zur Insel Elba versäumt. Der wurde allerdings nicht von der Polizei „gerettet“, sondern er musste die Nacht ohne Geld und nur im T-Shirt in Piombino verbringen.

Außerdem hatte ich wirklich mal einen Graupapagei, der Pippo hieß. Der konnte fast alles, was in der Geschichte steht. Auch das mit dem Versicherungsvertreter ist wirklich passiert. Nur ist der nicht geflüchtet. Und die Mülltonne hat er auch nicht umgefahren. Aber er hat ziemlich dämlich geschaut, als Pippo gefragt hat „mogst a Weißbier“. Natürlich durfte mein Papagei nicht allein durchs Dorf fliegen.

Manchmal plane ich bewusst ein Kapitel. Und da kommen beim Schreiben und Überarbeiten immer wieder neue Ideen. Wie schon gesagt, viele Geschichten haben einen wahren Hintergrund. Zum Beispiel hab ich mir vor Jahren mal beim Plätzchen backen selber drei Rippen gebrochen, so wie die Oma in der Geschichte mit den Vanillekipferln. Wie das passiert ist, das könnt ihr bald in Band drei lesen.

Die Ostergeschichten mit den acht Tanten sind zum Beispiel frei erfunden. Obwohl, ein paar der Tanten gibt es wirklich. Natürlich sind die nicht so dämlich, wie im Buch beschrieben. Obwohl, die Tante Hanni hat tatsächlich mal fast ein Jahr lang ihre Reifen durch die Gegend gefahren. Dann hatte sie monatelang eine Kommode auf dem Rücksitz ihres Autos. Außerdem häkelt und strickt sie Obst und Gemüse. Auf diese Weiser hat sie immer einen schönen Obstkorb auf dem Tisch. „Da wird nichts schimmlig“, sagt sie und spart auch noch Platz im Kühlschrank.

 

Wie sind Sie auf die einzelnen Charaktere gekommen?
Also, ich hatte mir Folgendes überlegt: Ich wollte Geschichten schreiben, die Kinder und vielleicht auch Erwachsene zum Lachen bringen. Um das zu erreichen, braucht man lustige Begebenheiten, Vorfälle, Unfälle. Aber man braucht auch Personen, über die man schmunzeln kann. Das ist der Grund, warum ich Oma und Opa gewählt habe. Einen Großvater kann man so schön schrullig und altmodisch beschreiben. Ich will damit nicht sagen, dass ein junger Papa langweilig ist. Aber ein solcher läuft halt nicht den ganzen Tag mit Gummistiefeln und Strohhut durch die Gegend oder weigert sich, ab und zu ein frisches Hemd anzuziehen. Er läuft auf dem Kreuzfahrtschiff auch sicher nicht den ganzen Tag mit einer aufblasbaren Schwimmweste rum und geht damit sogar ins Bettk. Ein junger Papa hat kein Problem mit Urlaub und normaler Weise auch keine Panik, wenn er ins Flugzeug steigen muss.

Damit ist eigentlich die Frage nach den Eltern von Max auch schon beantwortet. Sagen wir mal so: Max und Kati sind adoptiert.

Jetzt hoffe ich, dass ich zumindest einen Teil eurer Fragen zufriedenstellend berantwortet habe. Ich wünsche euch wunderschöne Ferien und einen stinknormalen Schulanfang im September.

Rosi Hagenreiner

PS: Als Ferienlektüre schenke ich euch eine abenteuerliche Geschichte aus dem 3. Maxband. Viel Spaß damit.