Eine Kugel nur mit seinen Gedanken bewegen

So oder so ähnlich haben viele Kinder die Erlebnisse des Vormittags beschrieben. Aber neben diesem Highlight durften die Schülerinnern und Schüler der 5. und 6. Klassen zwischen dem 13. und 15. Oktober 2020 noch viele andere Erfahrungen machen, die so nicht unbedingt alltäglich im Schulalltag sind.

Viktoria Rebensburg, eine ehemalige Skifahrerin auf allerhöchstem Niveau, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, mehr über sich und den eigenen Körper zu erfahren. Auf ihrer Schultour machen die Organisatoren ihrer Stiftung bei mehreren Schulen jeweils für ein paar Tage Halt und dabei geht es hoch her. Mehrere von Luftsäulen getragene Zelte bieten Platz für die verschiedenen Themenbereiche wie Sport, Ernährung aber auch Körperbewusstsein und Regeneration.

Unsere Schülerinnern und Schüler der unteren beiden Jahrgangsstufen durften in Kleingruppen alle Themengebiete durchlaufen und wurden dabei von professionellen Organisatoren angeleitet. Während sportlicher Belastung noch Quizfragen zum Körper beantworten? Kein Problem für unsere Jüngsten! Durch einen Slalom auf einer Slackline balancieren und dabei das Gefühl einer richtigen alpinen Abfahrt machen? Auch nicht! Zwischendurch erholte man sich auf einer Liege unter warmen Decken bei entspannender Musik und spätestens hier war der Schulalltag ganz weit weg. Aber gleich danach wurde es schon wieder aktiver und unsere Schülerinnen und Schüler stellten eine Ernährungspyramide auf, weshalb sich der ein oder andere jetzt vielleicht gesünder ernähren möchte.

Und dann war da ja noch das Highlight. Diese Kugel! Über die Gehirnströme, gemessen von speziellen Apparaturen, konnten unsere Schülerinnen und Schüler erfahren, was man mit der Kraft von Gedanken (im wahrsten Sinne des Wortes) bewegen kann. Die Gehirnströme wurden in Energie umgewandelt, mit der eine kleine Kugel bewegt wurde. Und als ob das nicht schon besonders genug wäre, ging es darum, die Kugel entgegen der Gedankenkraft eines anderen Teams zu bewegen. Welches Team kann sich also besser auf etwas konzentrieren? In mehreren Runden wurde das immer wieder getestet. Am Ende waren sich alle einig, dass der Spaß, sich mit den eigenen Fähigkeiten und Gesundheit zu befassen, der größte Gewinn des Vormittags war.

Vielleicht heißt es ja nächstes Jahr wieder: „Herzlich Willkommen zur Viktoria-Rebensburg-Schultour!“ Und bis dahin bleiben viele schöne Erinnerungen an drei spannende und spaßige Vormittage.

Thomas Reichle